Revatio® (Sildenafilcitrat) – Patienteninformation der Online-Apotheke
Revatio® enthält den Wirkstoff Sildenafilcitrat. Es wird zur Behandlung bestimmter Formen der Pulmonalen Hypertonie (Lungenhochdruck) eingesetzt. Auf dieser Seite finden Sie verständliche, praxisnahe Informationen zu Wirkungsweise, Anwendung, Wechselwirkungen, Sicherheit und organisatorischen Hinweisen für den Alltag in Deutschland.
Kurzinformation
- Wirkstoff: Sildenafilcitrat
- Arzneimittelname: Revatio®
- Darreichungsform (typisch): Filmtabletten oder je nach Packungsgröße weitere Stärken/Formen (bitte Packungsbeilage/Produktseite prüfen)
- Einsatzgebiet: Pulmonale arterielle Hypertonie (PAH) und je nach ärztlicher Beurteilung bestimmte funktionelle Klassen
- Wirkung: Erweiterung der Blutgefäße in der Lunge über den cGMP-Signalweg
- Häufige Einnahme: je nach Verordnung in festen Zeitabständen (regelmäßig, nicht „bei Bedarf“)
Hinweis: Bitte lesen Sie zusätzlich die Packungsbeilage und halten Sie sich an die Angaben Ihrer Ärztin/Ihres Arztes sowie an die Dosierung auf dem Etikett.
Was ist Revatio®?
Revatio® ist ein Arzneimittel mit dem Wirkstoff Sildenafil. Sildenafil gehört zur Gruppe der PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-5-Inhibitoren). Im Unterschied zu manchen anderen Sildenafil-haltigen Produkten steht Revatio in Deutschland vor allem für die Therapie der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH) im Vordergrund.
Wie wirkt Revatio®? (Wirkmechanismus)
Bei der pulmonalen arteriellen Hypertonie sind die Blutgefäße in der Lunge häufig verengt. Das führt zu einem erhöhten Druck in den Lungengefäßen und damit zu einer schlechteren Durchblutung.
Sildenafil hemmt das Enzym PDE-5, wodurch der Abbau des Botenstoffs cGMP verlangsamt wird. Dadurch steigt die cGMP-Konzentration in den Gefäßwänden, was zu einer Entspannung der glatten Muskulatur und damit zu einer Gefäßerweiterung (insbesondere in den Lungengefäßen) führt.
- Resultat: Senkung des Lungengefäßwiderstands (vereinfacht: die „Strömungswiderstände“ in der Lunge nehmen ab)
- Therapieeffekt: Verbesserung der Belastbarkeit und der Symptome bei geeigneter Indikation
Wichtig: Revatio® wirkt nicht „sofort wie ein Schmerzmittel“. Die Wirkung basiert auf regelmäßiger Therapie und kann je nach Person unterschiedlich schnell sichtbar werden.
Pharmakokinetik verständlich erklärt
Die Pharmakokinetik beschreibt, was der Körper mit dem Arzneistoff macht: Aufnahme, Verteilung, Abbau und Ausscheidung.
| Aspekt | Was passiert typischerweise? |
|---|---|
| Aufnahme | Sildenafil wird nach oraler Einnahme aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Die Geschwindigkeit kann durch Lebensmittel beeinflusst werden. |
| Wirkbeginn | Je nach Person kann die Wirkung nach kurzer Zeit ansetzen. Für die genaue zeitliche Einordnung ist die individuelle Situation entscheidend. |
| Spitzenkonzentration | Die maximale Konzentration im Blut wird nach der Einnahme typischerweise nach einigen Stunden erreicht (abhängig von Nahrung und individueller Stoffwechselrate). |
| Verteilung | Sildenafil verteilt sich im Körper und bindet an Plasmaproteine (u. a. Albumin). Dadurch kann es länger „im System“ wirksam sein. |
| Abbau | Der Abbau erfolgt überwiegend über hepatische Enzyme (u. a. CYP3A4). Medikamente, die diese Enzyme beeinflussen, können die Sildenafil-Spiegel verändern. |
| Ausscheidung | Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich über den Stoffwechsel und zu einem relevanten Anteil über den Stuhl (Details siehe Packungsbeilage). |
Indikationen: Wann wird Revatio® angewendet?
Revatio® ist in Deutschland vorrangig für die Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH) vorgesehen. Je nach Schweregrad und Situation kann es in Kombination mit anderen Therapien genutzt werden.
- Pulmonale arterielle Hypertonie (PAH) (funktionelle Klassen/Schweregrade je nach ärztlicher Bewertung)
- Therapie in speziellen Kombinationen: Häufig wird PAH multimodal behandelt (z. B. je nach Fall mit anderen Wirkstoffen wie Endothelin-Rezeptor-Antagonisten oder Prostazyklin-Strategien)
Wichtig: Die genaue Indikation und das therapeutische Ziel (z. B. Verbesserung der Leistungsfähigkeit) werden in der Regel im Rahmen einer spezialisierten PAH-Diagnostik festgelegt.
Typische Anwendung: Dosierung und Einnahmeschema
Die Dosierung ist abhängig von Ihrer individuellen Situation (z. B. Verträglichkeit, Begleitmedikation, Leber-/Nierenfunktion). Halten Sie sich daher immer an die Angaben Ihrer Ärztin/Ihres Arztes und die Dosieranleitung auf dem Etikett.
Hinweis zur Gestaltung: In vielen Behandlungsplänen wird Sildenafil bei PAH in regelmäßigen Abständen eingenommen. Ein „nach Bedarf“-Einsatz ist bei dieser Indikation meist nicht der Standard.
Allgemeine Orientierung (bitte Packungsbeilage/Verordnung beachten)
- Regelmäßige Einnahme zu festen Zeitpunkten
- Dosisanpassungen bei Wechselwirkungen oder eingeschränkter Verträglichkeit
- Wichtig: Überschreiten Sie nicht die verordnete Tagesdosis.
Wenn Sie eine Dosis vergessen haben
- Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie es bemerken.
- Ist jedoch schon fast Zeit für die nächste Einnahme, lassen Sie die vergessene Dosis aus.
- Verdoppeln Sie nicht die Dosis, um die vergessene Einnahme auszugleichen.
Bei Unsicherheit fragen Sie bitte in der Apotheke oder bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt nach.
Timing: Wann sollte Revatio® eingenommen werden?
Da Revatio® bei PAH regelmäßig wirken soll, sind die Abstände zwischen den Einnahmen entscheidend. Wählen Sie Zeitpunkte, die zu Ihrem Tagesablauf passen.
- Planbare Routine: feste Uhrzeiten (z. B. morgens/abends oder entsprechend Ihrem Schema)
- Konsequenz & Verträglichkeit: wenn Nebenwirkungen auftreten, sprechen Sie über Anpassungen statt „spontan“ Pausen einzulegen
Sport, Reisen und Alltag: Bei langen Autofahrten, im Flugzeug oder beim Schichtdienst kann die Uhrzeit variieren. Versuchen Sie, möglichst nahe an Ihre vorgesehenen Zeitfenster zu kommen. Bei Fragen helfen wir gern bei der praktischen Umstellung.
Lebensmittel & Nahrungsaufnahme: Wie beeinflusst Essen die Wirkung?
Die Nahrungsaufnahme kann die Aufnahmegeschwindigkeit von Sildenafil beeinflussen. Das bedeutet: Die Wirkung kann sich zeitlich etwas verschieben.
- Bei manchen Personen kann eine Einnahme mit Nahrung zu einer verzögerten maximalen Blutkonzentration führen.
- Für die meisten Patientinnen und Patienten ist dennoch eine regelmäßige Einnahme wichtiger als der exakte Zeitpunkt im Verhältnis zu Mahlzeiten.
Praktischer Tipp: Nehmen Sie Revatio® möglichst immer auf die gleiche Art ein (z. B. mit oder ohne Mahlzeit), damit die Behandlung planbar bleibt.
Alkohol & Wechselwirkungen mit Lebensmitteln/Getränken
Alkohol kann die Blutdruckregulation beeinflussen. Da Sildenafil gefäßerweiternd wirken kann, besteht insbesondere bei höherem Alkoholkonsum ein erhöhtes Risiko für Schwindel oder niedrigen Blutdruck.
- Mäßigkeit ist besonders wichtig.
- Vermeiden Sie „harte“ Trinkmengen, wenn Sie zu Schwindel oder Blutdruckabfällen neigen.
- Wenn Sie während/ nach Alkohol unangenehme Symptome wie Benommenheit, Ohnmacht oder starke Kopfschmerzen bemerken: beenden Sie Alkohol und holen Sie ärztlichen Rat ein.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Wechselwirkungen sind bei Sildenafil besonders relevant, weil der Wirkstoff über Enzyme im Körper abgebaut wird (vor allem CYP3A4) und weil bestimmte Arzneistoffe ebenfalls den Blutdruck beeinflussen.
Absolut besonders wichtig: Nitrate und „Stickstoffmonoxid“-Spender
Wenden Sie Revatio® nicht zusammen mit Medikamenten, die Nitrate enthalten oder als NO-Donor wirken (z. B. bestimmte Nitrosprays, Nitropflaster oder klassische Angina-Mittel). Diese Kombination kann zu einem stark abfallenden Blutdruck führen.
- Informieren Sie Ihre behandelnden Ärztinnen/Ärzte unbedingt über Revatio®, bevor Sie andere Medikamente erhalten.
- Wenn Sie Nitrate einnehmen: klären Sie zwingend vor jeder Änderung/Neueinnahme die Verträglichkeit.
Riociguat (bei PAH)
Für Patientinnen und Patienten mit PAH ist Riociguat (ein Stimulator der sGC) ein verwandter Wirkansatz. Die Kombination mit PDE-5-Hemmern kann das Risiko für unerwünschte Wirkungen erhöhen. Die gleichzeitige Anwendung sollte daher nur nach ärztlicher Beurteilung erfolgen.
Starke Hemmer des Abbaus (CYP3A4-Hemmer)
Bestimmte Wirkstoffe können Sildenafilspiegel deutlich erhöhen. Beispiele (nicht vollständig):
- bestimmte Antimykotika (Azole)
- bestimmte HIV-Medikamente
- einige Antibiotika aus bestimmten Gruppen
In solchen Fällen kann eine Dosisanpassung oder besondere Überwachung nötig sein.
Starke Enzyminduktoren
Andere Arzneimittel können Sildenafilspiegel senken (z. B. durch Enzyminduktion). Das kann die Wirksamkeit reduzieren.
Blutdrucksenkende Arzneimittel
In Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln kann es zu einer verstärkten Blutdrucksenkung kommen. Besondere Vorsicht gilt bei:
- mehreren antihypertensiven Wirkstoffen
- vorgeschichtlicher Neigung zu orthostatischer Hypotonie (Schwindel beim Aufstehen)
Weitere zu prüfende Wechselwirkungen
- Alpha-Blocker (z. B. bei Prostatabeschwerden) – kann Schwindel/Blutdruckabfall verstärken
- Andere PDE-5-Hemmer oder verwandte Potenz-/Gefäßwirkstoffe – nicht ohne ärztliche Anleitung kombinieren
- Mittel gegen Herzrhythmusstörungen (je nach Wirkstoff und Situation)
Wichtig: Bitte teilen Sie uns (oder Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt) eine vollständige Liste Ihrer Medikamente mit – auch rezeptfreie Mittel, pflanzliche Präparate und Nahrungsergänzungen.
Sicherheitsprofil: Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Wie jedes Arzneimittel kann Revatio® Nebenwirkungen verursachen. Nicht jede Person bekommt sie, und sie können unterschiedlich stark ausfallen.
Häufige mögliche Nebenwirkungen
- Kopfschmerzen
- Gesichtsrötung (Flush)
- Schwindel
- Verdauungsbeschwerden (z. B. Übelkeit)
- Sehstörungen (z. B. vorübergehende Farbseh-/Lichtempfindlichkeitsveränderungen – selten, aber wichtig)
Worauf Sie besonders achten sollten (Warnzeichen)
Bei folgenden Symptomen sollten Sie zeitnah ärztlichen Rat einholen:
- Starke oder anhaltende Sehstörungen
- Plötzliche Hörprobleme oder starke Hörminderung (selten, aber relevant)
- Starke Brustschmerzen, deutliche Verschlechterung der Atemnot oder Kreislaufprobleme
- Ohnmacht oder schwere Blutdruckabfälle
Notfall: Bei schweren Symptomen wie Ohnmacht, Brustschmerz oder akuter Verschlechterung des Gesundheitszustands zögern Sie nicht, den Notruf zu wählen.
Besondere Vorsicht bei bestimmten Personengruppen
- Leberfunktionsstörungen: mögliches Risiko für erhöhte Wirkspiegel
- Nierenfunktionsstörungen: kann die Ausscheidung beeinflussen
- Bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen: besonders im Kontext von Blutdruck und Begleitmedikation
- Patientinnen/Patienten mit früheren Sehstörungen oder besonderen Ereignissen unter PDE-5-Hemmern: ärztlich abklären
Praktische Anwendungstipps für den Alltag
- Einnahme notieren: Legen Sie sich eine Einnahmeroutine mit Kalender/Timer an, damit Sie Abstände einhalten.
- Packung sicher aufbewahren: trocken, vor Wärme geschützt, außerhalb der Reichweite von Kindern.
- Nicht eigenmächtig umstellen: Wenn Nebenwirkungen auftreten, sprechen Sie über Anpassungen (z. B. Zeitplan/Dosis) – nicht abrupt absetzen ohne Rücksprache.
- Blutdruck im Blick behalten: Wenn Sie zu Schwindel neigen, kann ein Heim-Blutdruckmessgerät hilfreich sein (nach Rücksprache).
- Vor neuen Medikamenten prüfen: Vor jeder Antibiotika-, Antimykotika- oder HIV-Therapie Wechselwirkungen klären.
- Reisekoffer planen: Genug Tabletten für die ganze Reise einpacken; im Handgepäck mitnehmen, wenn sinnvoll.
Alternative Behandlungsmöglichkeiten (bei PAH)
PAH wird heute häufig kombiniert behandelt. Neben Sildenafil (Revatio®) kommen je nach Situation weitere Wirkstoffklassen infrage:
- Endothelin-Rezeptor-Antagonisten (z. B. Bosentan, Ambrisentan – je nach Verfügbarkeit/Indikation)
- Prostazyklin-gerichtete Therapien (z. B. Inhalativa oder Infusions-/Substanzklassen)
- sGC-Stimulatoren (z. B. Riociguat – nur in bestimmter Konstellation)
- Unterstützende Maßnahmen: Bewegungstherapie unter Anleitung, Sauerstofftherapie bei Bedarf, Impfungen, Risikomanagement
Wichtig: Welche Alternative für Sie passt, hängt stark von der PAH-Form, der Schwere, Laborwerten, Begleiterkrankungen und bisherigen Therapien ab. Ihre behandelnden Fachärztinnen/Fachärzte gestalten das Therapie-Konzept individuell.
Revatio® in Deutschland: Markt- und Rechts-/Versorgungskontext
In Deutschland unterliegen Arzneimittel einer klaren gesetzlichen Regelung rund um
Als Patientin/Patient profitieren Sie in der Regel von:
- Qualitätsgesichertem Versand durch apothekengeführte Lieferketten
- Beratung zu Dosierung, Einnahmezeitpunkt und Wechselwirkungen
- Dokumentierter Produktverfügbarkeit und ggf. Austauschoptionen (je nach Sortiment/Hersteller)
Hinweis: Die tatsächliche Produktverfügbarkeit kann je nach Packungsgröße, Stärke und Marktlage variieren. Unsere Seite zeigt Ihnen aktuelle Lieferinformationen.
Aktuelle Hinweise und Leitlinien: Was wird in der Praxis berücksichtigt?
In der PAH-Therapie orientieren sich behandelnde Teams häufig an aktuellen europäischen und internationalen Empfehlungen, sowie an nationalen Fortbildungen und Fachgesellschafts-Leitlinien. Diese beinhalten typischerweise:
- Stratifizierung nach PAH-Subtyp und funktioneller Klasse
- regelmäßige Verlaufskontrollen (z. B. Symptome, Belastbarkeit, Labor, ggf. Bildgebung/Funktionsdiagnostik)
- Beachtung von Therapiekombinationen und Wechselwirkungsprofilen
- frühe Eskalation bei unzureichendem Ansprechen
Wichtig: Empfehlungen können sich im Detail ändern. Halten Sie deshalb Rücksprache mit Ihrem PAH-Behandlungsteam, insbesondere wenn neue Begleitmedikationen dazukommen oder sich Ihr Gesundheitszustand verändert.
Lieferung und Verfügbarkeit in der Online-Apotheke
Wir möchten, dass Sie Ihre Medikation verlässlich erhalten. Deshalb achten wir auf:
- Aktuelle Liefer- und Verfügbarkeitsanzeige direkt in der Produktansicht
- Versand in geeigneter Verpackung zum Schutz der Ware
- Transparente Lieferzeiten: abhängig von Lagerbestand und Versanddienstleister
- Abgabe-konforme Prozesse entsprechend den gesetzlichen Vorgaben
Wenn ein Artikel nicht sofort verfügbar ist, kann eine Alternative (z. B. andere Packungsgröße oder ggf. wirkstoffgleiches Präparat) angeboten werden – immer unter Berücksichtigung Ihrer Therapieplanung.
FAQ – Häufige Fragen zu Revatio® (Sildenafilcitrat)
1) Ist Revatio® dasselbe wie Sildenafil gegen Erektionsstörungen?
Beides enthält den Wirkstoff Sildenafil, jedoch unterscheiden sich Indikation, Dosierungsregime und Zulassung je nach Präparat. Revatio® ist für die PAH-Therapie vorgesehen. Verwenden Sie deshalb niemals Präparate „um zu tauschen“, ohne das mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt und der Apotheke abzustimmen.
2) Nach wie langer Zeit merkt man die Wirkung?
Bei regelmäßiger Therapie kann die Wirkung individuell unterschiedlich ausfallen. Neben der unmittelbaren Gefäßwirkung spielen auch Anpassungen im Krankheitsverlauf eine Rolle. Wichtig ist, Revatio® wie vorgesehen einzunehmen und Verlaufskontrollen wahrzunehmen.
3) Kann ich Revatio® zusammen mit meiner Blutdruckmedikation nehmen?
Das ist möglich, aber nicht automatisch. Die Kombination kann zu stärkerem Blutdruckabfall führen. Klären Sie das bitte ärztlich/bei der Apotheke anhand Ihrer konkreten Wirkstoffe und Dosierungen.
4) Darf ich Alkohol trinken?
Mäßigkeit ist ratsam. Alkohol kann Schwindel und Blutdruckabfälle verstärken. Wenn Sie typische Symptome bemerken, vermeiden Sie Alkohol besser oder besprechen Sie das Vorgehen mit Ihrem Behandlungsteam.
5) Kann Essen die Wirkung beeinflussen?
Ja, Nahrung kann die Aufnahmegeschwindigkeit beeinflussen. Für die meisten Patientinnen und Patienten ist eine gleichbleibende Einnahmeweise (mit oder ohne Mahlzeit) hilfreich.
6) Welche Medikamente sollte ich besonders meiden?
Sehr wichtig sind Nitrate bzw. NO-Donatoren (Notfallmedikamente gegen Angina) sowie bestimmte weitere Mittel, die den Blutdruck stark beeinflussen können. Außerdem können starke CYP3A4-Hemmer relevante Wechselwirkungen auslösen. Bei neuen Medikamenten immer prüfen lassen.
7) Was mache ich bei Nebenwirkungen?
Leichte Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Flush lassen sich manchmal durch Anpassung des Einnahmeplans oder durch Geduld verbessern. Treten jedoch Warnzeichen auf (z. B. starke Sehstörungen, Ohnmacht, plötzliche Hörprobleme), sollten Sie sofort ärztlichen Rat einholen.
8) Kann Revatio® abgesetzt werden, wenn ich mich besser fühle?
Bitte nicht eigenmächtig absetzen. PAH ist in der Regel eine chronische Erkrankung, und ein Absetzen kann zu einer Verschlechterung führen. Besprechen Sie Änderungen immer mit dem Behandlungsteam.
9) Ist eine Dosisanpassung bei Leber- oder Nierenproblemen notwendig?
Das kann der Fall sein. Bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion kann die Sildenafil-Konzentration im Körper ansteigen. Deshalb ist eine individuelle ärztliche Beurteilung besonders wichtig.
10) Wie lange ist Revatio® haltbar?
Haltbarkeit und Lagerbedingungen finden Sie auf der Packung und in der Packungsbeilage. Verwenden Sie das Arzneimittel nicht nach Ablauf des Verfalldatums.
Zusammenfassung
Revatio® (Sildenafilcitrat) erweitert Blutgefäße in der Lunge über den PDE-5/cGMP-Wirkmechanismus und wird zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie eingesetzt. Für den Therapieerfolg sind regelmäßige Einnahme, das Vermeiden relevanter Wechselwirkungen (insbesondere mit Nitraten) und die Beachtung von Warnzeichen entscheidend.
Wenn Sie Fragen zur Anwendung, zu möglichen Wechselwirkungen mit Ihren Medikamenten oder zur Bestellung/Verfügbarkeit haben, helfen wir Ihnen gern weiter.

